Milliyet: Mädchen auf dem Weg in die USA
31.01.2007Die Berliner US-Botschaft hat ein Essay-Wettbewerb unter jungen weiblichen DITIB-Mitgliedern ausgetragen. Das im Rahmen des Dialogs mit Muslimen gestartete Projekt ermöglicht den Gewinnerinnen eine Reise in die USA.
Die US-Botschaft in Berlin hat unter dem Namen „Windows on America“ ein Projekt entwickelt, um den Dialog mit Muslimen zu stärken. So erhalten zehn türkische Mädchen, die eine vordere Platzierung im Rahmen dieses Projektes laufenden Essay-Wettbewerbs erreicht haben, die Möglichkeit auf eine 13-tägige in die USA.
Zur Vorstellung des Projektes besuchten der Botschafter der USA in Berlin, William R. Timken und seine Frau Timken die Frankfurter DITIB-„Merkez-Moschee“. Der Botschafter und seine Frau wurden von der US-Generalkonsulin in Frankfurt am Main, Jo Ellen Powell, und dem Frankfurter Dezernenten für Soziales, Jugend und Sport, Uwe Becker (CDU), begleitet. Die Besucher wurden dabei vom Vorsitzenden der DITIB-Frankfurt, Irfan Dinc, dem Religionsattaché des türkischen Generalkonsulats in Frankfurt, Galip Akin, dem Sprecher der DITIB-Frankfurt, Dr. Hüseyin Kurt und der Verantwortlichen für den interreligiösen Dialog bei der DITIB-Frankfurt, Gonca Aydin, durch die Moschee geführt.
Es gibt kein Problem mit muslimischen Völkern
Der Botschafter erklärte, dass nach dem 11. September der US-Präsident des Öfteren betont habe, dass es keine Probleme mit den muslimischen Bevölkerungen gebe und dass er selber einen guten Dialog mit Vertretern der muslimischen Gemeinde in Berlin pflege. Botschafter Timken wies darauf hin, dass er mit zahlreichen Imamen religiöse Gespräche geführt habe. „Wir wollen, dass sich Muslime in Deutschland in die Gesellschaft integrieren und dass sie sich als Teil dieser Gesellschaft empfinden. Wir haben sechs Kinder und fünf Enkelkinder. Die Mädchen, die über dieses Projekt in die USA reisen, sind auch unsere Kinder. Ihre Sicherheit ist für uns von enormer Bedeutung“, so der Botschafter. Die Architektin des Projektes, Sue Timken, wies darauf hin, dass sie in Düsseldorf festgestellt habe, dass die USA nahezu unbekannt ist: „Aufgrund unserer Arbeit haben wir die Möglichkeit erhalten, verschiedene Länder zu bereisen. Diese Erfahrungen, die wir uns jahrelang erarbeitet haben, werden von den teilnehmenden Mädchen in kürzester Zeit gemacht. Ihre Horizonte werden sich erweitern und wir werden dank dieses Projektes zu Freunden.“
Der Vorsitzende der DITIB-Frankfurt, Irfan Dinc bekräftigte, dass man mit der US-Botschaft einen sehr guten Dialog pflege und fügte hinzu: „Unsere Zusammenarbeit ist das Symbol unserer Freundschaft. Als ich das erste Mal von dem Projekt hörte, habe ich meine Zweifel gehabt. Doch als ich die Einzelheiten erfuhr, habe ich erkannt, dass es ein ansprechendes Projekt ist. Wir sind eine zivilgesellschaftliche Organisation mit 800 Ablegern. Derartige Projekte unterstützen wir aus vollem Herzen.“
Von Kazim Dogan
Milliyet vom 31.01.2007
