Über uns

Botschafter William R. Timken, Jr. und seine Frau Sue Timken

Windows on America e.V.

Windows on America e.V. wurde von Botschafter William R. Timken, Jr. und seiner Frau Sue Timken im Februar 2008 zusammen mit deutschen und amerikanischen Bürgern in Berlin gegründet und versteht sich als ein öffentliches Engagement privater Bürger zur Erfüllung staatlicher Aufgaben im Bereich der Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch Vermittlung von Bildung und Chancen unter Anerkennung der Vielfalt des kulturellen Hintergrunds. Als gemeinnütziger Verein anerkannt, finanziert sich Windows on America e.V. ausschließlich durch Zuwendungen deutscher und amerikanischer Unternehmen, von Stiftungen und Privatpersonen.

Dabei versteht sich Windows on America e.V. selbst als ein Social Venture Partner im Venture Capital Kontext, mithin als ein Partner in einem Public Private Partnership, das - wie im Venture Capital Bereich - nach einem “highly leveraged” Modell arbeitet. In einer strategisch einmaligen Weise werden die Interessen der Gemeinschaft aller Bürger mit denen der Wirtschaftsunternehmen und des Staates für einen gemeinnützigen Zweck und zu einem dem Gemeinwohl dienenden Ziel miteinander verknüpft. Im Bereich der Integrationsproblematik sind dem Staat als Institution Grenzen auferlegt; die Integration der Migranten und Migrantinnen kann nur die Gesellschaft selbst unter Anerkennung ihrer Vielfalt leisten.

Defizite bei der Integration

Die Vielfalt der modernen Gesellschaft, beeinflußt durch die Globalisierung und den demographischen Wandel, prägt schon längst das Wirtschaftsleben in Deutschland. Wirtschaftlich erfolgreich sein kann deshalb auf Dauer nur derjenige, der die vorhandene Vielfalt erkennt, nutzt und fördert.

Die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, erklärt angesichts einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung zu den Kosten mangelnder Integration: „Mangelhafte Integration verursacht einen hohen volkswirtschaftlichen Schaden, den letztlich alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes tragen müssen. Zielgerichtete Investitionen in die Integration von Migrantinnen und Migranten sind gut für Deutschland. Jeder Euro, den der Bund investiert, bringt die fünffache Rendite.“

Der Bertelsmann-Studie zufolge verursacht die mangelhafte Integration von Migrantinnen und Migranten jährlich einen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden für Bund, Länder, Kommunen und Sozialkassen von 16 Milliarden Euro. Ursache sind mangelnde Sprachkenntnisse, geringe Bildungsabschlüsse, fehlende soziale Netzwerke und eine unzureichende Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt.

Demgegenüber wird die deutsche Wirtschaft nach einer aktuellen Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages erstmals nach sieben Jahren am Endes des Jahres 2008 mehr Lehrstellen anbieten können als es Bewerber gibt. Das Problem ist nur, dass die Qualifikation vieler Bewerber nicht ausreicht. Die Bundesagentur für Arbeit stellt verstärkt fest, dass immer weniger Bewerber die Rechtschreibung und die Grundrechenarten beherrschen und Englisch sprechen können. Letzteres ist jedoch in unserer globalisierten Welt eine Grundvoraussetzung. Für Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind gute Sprachkompetenzen in der deutschen und englischen Sprache sowie ein gutes Bildungsniveau unverzichtbar. Zudem ist soziales Engagement ein wichtiger Integrationsfaktor und bei der Arbeitsplatzsuche ebenfalls von zentraler Bedeutung.

Defizite bei der Integration kommen die Gesellschaft somit teuer zu stehen. Verstärkte Investitionen vor allem im Bildungsbereich sind notwendig, weil hier Weichen für die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben gestellt werden. Insbesondere müssen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessert werden.

Unsere Vision für eine verbesserte Integration

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Die erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in weiten Teilen Europas die nächsten Jahre eine herausragende Rolle spielen. Hilfreich sind dabei die umfassenden Erfahrungen der USA mit der Thematik von Integration und Diversity, die der Verein Windows on America e.V. bei der Durchführung seines Programms nutzt. Eine starke Deutsch-Amerikanische Partnerschaft und ein gutes Verhältnis zwischen Deutschland und den USA kann nur dauerhaft bestehen, wenn auch die Jugendlichen mit Migrationshintergrund ihre eigenen Verbindungen und Erfahrungen mit den USA herstellen und Freundschaften zu den Amerikanern pflegen können.

Vor allem die Wirtschaft wird von verstärkter Integration profitieren, etwa über eine höhere Produktivität der beschäftigten Arbeitskräfte. Die Gesellschaft in Deutschland insgesamt kann durch mehr Integration einen größeren sozialen Frieden erreichen. Vielfalt und deren Wertschätzung stellen einen Gewinn für das Unternehmen, die Gesellschaft und den Einzelnen dar. Unternehmen profitieren wirtschaftlich, wenn durch eine offene Unternehmenskultur alle Talente im Arbeitsmarkt anerkannt werden. Wertschätzung und Anerkennung führt zu Motivation und der Bereitschaft, sich einzubringen. Die Zahl der Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund nimmt nicht ab, sondern stetig zu. Eine offene Unternehmenskultur öffnet den Zugang zu neuen Arbeitsmärkten und damit Talenten und steigert die Attraktivität des Arbeitgebers.

Windows on America e.V. trägt mit seinem Programm dazu bei, den Nutzen kultureller Vielfalt für die Wirtschaft und die Gesellschaft sichtbarer zu machen. Damit unser Land seinen Spitzenplatz in der globalisierten Wirtschaft behaupten kann, muß es uns noch stärker gelingen, die unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen in unsere Wirtschaft zu integrieren.

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